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Augsburg Wohnungslosen treffen

Zusammen mehr Erreichen

· Reisen

Wohnungslosen-Treffen am 17-21.3. in Augsburg

Ich Mirabelle Arbeite als Peer in der Notschlafstelle und hab den newsletter vor ca. 1 Jahr abonniert. Ich wollte schon im 2025 zum Treffen gehen, konnte es aber nicht so kurzfristig Organisieren aber dieses Jahr hat es geklappt. Solche Reisen sind für mich eine Herausforderung, aber ich habe mir Mut zugesprochen und in den Mails mit Stefan habe ich Vertrauen gefällst. Er hat mich immer wider angeschrieben und Bestätigung eingeholt. Dafür möchte ich mich nochmals persönlich nochmals danken. Als ich es in der Firma und meinen Freundinnen erzählt habe kam dann als erstes das Feedback: ahh die Augsburger Puppenkiste, die hat mich ein meiner Kindheit begleitet. Meine Chefin hat mir vom Fugger erzählt, und ich war total gespannt das zu besuchen. Langsam hat sich Vorfreude breit gemacht und die Nervosität hat sich gelegt.

Die Anreise hat super funktioniert und auch das einchecken im Hotel war kein Problem. Nach dem wir das Zimmer bezogen haben, und etwas frisch gemacht haben sind wir in’s Grandhotel um zusehen wo das Treffen statt findet. Da wusste zuerst keiner bescheid, aber nach einem guten Tee hat es dann geklappt.

Ich wurde schon zum Frauen Salon eingeladen, alle diese Frauen zu treffen und darüber zu sprechen was es braucht um sich als Frau ohne Wohnung zurecht zu finden war ein schönes Erlebnis. Das Leben auf der Strasse ist als Frau eine Besondere Herausforderung. Darum bin ich Stolz auf die SWS in Zürich, da findet jeden Montag die Frauenzeit statt und gibt Orientierung für die Woche. Nicht nur für die Frauen, auch die Männer Orientieren sich daran, dass Montags die Frauen zusammen sitzen und die Zeit genießen. Ich hoffe ,dass die Männer auch zusammen sitzen und Gedanken aus tauschen.

Die Erkenntnis das Angebote teilweise nicht greifen, auf Grund von Erlebten und Traumata ist für mich als selber betroffene eine alt bekannte Sache. Ich hoffe dass es dafür in Zukunft eine Lösung gibt in der Ausbildung der Sozialen Berufe.

Die Workshops und die Diskussionen in den drei Tagen waren sehr berührend, ermunternd und auch Emotional Anstrengend. Aber nichts des do trotz hat es sich angefühlt wie ein Treffen mit der gewählten Familie. Die Regeln sind alle überall die Gleichen, man gibt acht aufeinander und es gibt Platz für alle, Egal wie du bist du gehörst dazu. Was wir nicht wussten ist, es gibt Pfand auf die Flaschen. Die Blicke habe ich schon registriert wusste aber nicht wie so. Später hat es sich dann geklärt, das die Flaschen Pfand haben und ich muss bis Heute innerlich schmunzeln. Mann kann zwar alles Essen, aber nicht alles wissen, hat mir mal jemand gesagt. Beim Stichwort essen, möchte ich erwähnen, dass das Essen super gut war und es hatte genug für alle. Darüber bin ich immer wider erstaunt und der Koch hat ganze Arbeit geleistet. Was mir in Erinnerung ist, sind die farbigen Teller. Einfach bunt durcheinander, das ist meine Welt wie ich es mag. Polyfonie soweit das Auge blicken kann, es ist einfach schön sich in einer Welt zu bewegen in der es Platz gibt für solche die keinen oder wenig Platz haben, aus was für gründen auch immer.

Die eine oder andere Person hab ich auch schon in Zürich getroffen. Nicht offiziell aber schon mal zu Besuch im Gassen Café, das war eine schöne Erkenntnis. Wie klein die Welt doch ist und wie viel möglich ist, wenn man ohne Wohnung ist, ist man doch einfach ein Reisender der andere Reisende erkennt. Das treffen ist für mich ein Ausdruck von gelebter Inklusion, nicht nur für Betroffene auf für Fachpersonen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Forschung, Psychologie und der Regierung.

Wir haben noch die Anlaufstelle F43 für Jugendliche besucht, da wir in Zürich nun ganz neu eine Anlaufstelle haben, die etwa eine Woche zuvor eröffnet wurde. Den tipp hatte ich von meiner Chefin, und es war schön zu sehen wie in Augsburg mit den Jugendlichen gearbeitet wird. Das ist für mich immer wider spannend und Erkenntnis reich. Zu sehen wie der Not begegnet wird an anderen orten mit anderen Möglichkeiten. Wie können von einander lernen, im grossen wie im kleinen.

Zum Abschluss des Besuchs haben wir natürlich das Fugger Quartier besucht und uns im Restaurant verköstigt. Wenn wir schon mal die Gelegenheit haben in Augsburg zu sein.

Es waren fünf vollgepackte spannende und Lehrreiche Tage und ich freu mich das nächste mal wider als Peer aus Zürich dabei zu sein und die Schweiz zu vertreten. Ich hätte noch so viel zu Erzählen, aber ich empfehle es zu erleben, dabei zusein mit all den schönen Menschen ihren Geschichten und Wissen, dass sie zusammen teilen. Was sie zusammen hält und doch jeden einzigartig macht, mit den Tränen, den Träumen, den guten und schlechten Erfahrungen und den Visionen für eine Welt, die nur besser werden kann.

Ich hatte Heute noch ein Interview mit Sophie (zukünftige Psychologin) und an solchen Sachen sehe ich, dass meine Arbeit Früchte Trägt und ich am richtigen Ort bin. Mein Weg hat sich gelohnt, und ein neues Kapitel hat in meinem Leben begonnen.

Vielen dank für die Einladung und ich hoffe bis bald, online oder vor Ort.

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